Das verliebte Ich

Willkommen auf dieser kleinen Info Seite zu meinem Erstlingswerk.

Als Thema ist es teilweise sehr schwer über Depressionen zu schreiben. Selbst ich als Autor musste das feststellen. Um ehrlich zu sein, hätte ich am Anfang nicht gedacht, wie schwierig es sein kann, das Erlebte nieder zu schreiben.

 

Es gab oft Zeiten, als so manche Idee nach kurzer Zeit wieder im Papierkorb gelandet ist. Und auch die Krankheit an sich forderte ihren Tribut. Wenn man sehr persönlich über seine eigene Erkrankung an Depressionen schreibt, kann dies einen sehr stark aufwühlen. Auch ich musste das durchleben. Manches Trauma und schlechte Erfahrung kamen wieder zum Vorschein. Jedes Manuskript wollte ich bestimmt schon an die hundert Mal löschen. Da war der Titel "Das verliebte Ich" keine Ausnahme.


Fast acht Jahre hat es gedauert, bis dieser Kurzroman seine Vollendung fand. Doch war das nicht die Hauptidee für mein erstes Buch. Insgesamt sind vor diesem Titel zwei weitere Manuskripte, die teilweise sehr weit fortgeschritten waren, dem Nirgendwo verfallen. Auch wenn viel Arbeit in jedem dieser Texte steckte, so war am Schluss jeder einzelne eine Blockade, die mich am Schreiben hinderte. Einfach war es nicht, diese zu vergessen und endgültig zu löschen.

Mehrere Jahre hat mich jeder dieser Titel gekostet. Und doch gewann ich aus jedem weitere Erfahrungen. Auch über mich selbst und wie ich mit meiner Krankheit lebe. Oder manchmal sogar wie meine Krankheit mit mir lebt. Es war eine Herausforderung, bei null anzufangen und in gewisser Weise die Depression doch noch einmal gewinnen zu lassen.

Aber nach einiger Zeit kam mir die Titelidee und eine kleine Story dazu in den Sinn. Auch dieses Mal hat es nochmal lange gedauert, bis dieser Titel vollendet war. Die Krankheit lässt manchmal über einen langen Zeitraum kein Schreiben zu. Es ist wie eine Blockade, die ständig neue Formen annimmt.

Aber irgendwann war es dann doch so weit. Jede gute Phase wurde von mir bis zur absoluten Erschöpfung genutzt. Nur um diesmal meiner Krankheit einen Schritt voraus zu sein: es hat viel Kraft, Zweifel und Tränen gekostet. Aber am Ende hatte es sich doch gelohnt. Denn als ich mein fertiges Werk Anfang November 2017 als Buch in der Hand hielt, hätte ich vor Glück weinen können. Diese ganze Arbeit, der stetige Kampf mit der Depression und all ihren Tücken - und doch habe ich am Schluss mein Ziel erreicht.

Mein erstes eigenes Buch in den Händen zu halten..