Mein Körper ist wie ein Gefängnis..

Auch wenn es sich im ersten Moment etwas seltsam anhört, doch leider ist mein Körper oft nicht mehr als ein Gefängnis. Meine Depression verschlimmert schon vorhandene Schmerzen teilweise so stark, dass ich mich kaum noch bewegen kann.

 

Ich habe Arthrose im Lendenwirbel, eine verformte Wirbelsäule und abgenutzte Keilwirbel. Diese "Nebenkrankheiten" verursachen schon genug schmerzen. Durch die Depression wird es leider nicht besser.


Ich nehme jeden Tag sehr starke Medikamente, nur um die Schmerzen aushalten zu können. An einem guten Tag kann ich für kurze Momente vergessen, dass ich eigentlich in einem Gefängnis lebe.

An schlechten Tagen nehme ich zusätzlich medizinische Opiate und könnte, wenn es gar nicht anders ginge, nur noch auf das noch stärkere Morphium zurückgreifen, wenn da nicht die Nebenwirkungen mit meinen anderen Medikamenten wären.

 

Dann helfen selbst diese starken Opiate nicht mehr, weil sich über die Jahre mein Körper zu sehr an diese Medikamente gewöhnt hat. Nur durch längere Pausen kann ich noch einen gewissen Linderungseffekt erzielen.

 

Die Depression als Krankheit ist schon schlimm genug. Aber leider verschlimmert sie alle anderen Symptome oder bringt sogar neue Krankheiten hervor. Mittlerweile ist mein Körper mein Gefängnis geworden. Wenn ich vor Schmerzen kaum mehr laufen kann, jeder Schritt und jede Bewegung nur noch eine Qual ist, möchte ich am liebsten meinen Körper abstoßen.

 

Das wiederum kann alles wieder verschlimmern. An vielen Tagen im Jahr wird mir dadurch jeglicher Lebenswillen genommen. Die Ärzte können nicht wirklich helfen, freie Therapie Plätze gibt es (hier) viel zu wenige. So bleibt es ein Leben, dass viel zu oft nicht lebenswert ist...

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