Heute wird es etwas persönlicher..

Dieses Bild stammt aus meiner Street Photography.
Dieses Bild stammt aus meiner Street Photography.

Viele wissen es gar nicht, aber ich Fotografiere seit ca. 8 Jahren. Mit der Zeit habe ich mir meinen eigenen Stiel geschaffen. Fotografiere mittlerweile fast nur noch Schwarz-Weiß, am liebsten auf Film und Polaroid.

Nun, was hat das mit dem Jobcenter zu tun? Als mein Buch noch nicht fertig war, wolle ich mir einen Namen als Fotograf machen und shootete sehr viel im People/Portrait Bereich auf TFP Basis. Fotograf bekommt in diesem Fall das Recht, die Bilder zu Werbezwecken zu nutzen, dass Model bekommt die Bilder als Bezahlung.

So wollte ich mir einen Ruf aufbauen, um trotz Krankheit irgendwann einen Teil meiner Einkünfte nicht mehr vom Staat benötigen zu müssen. Nun, so war der Plan. Aber das liebe Jobcenter hatte eine andere Ansicht darüber.

 

Seit 1 1/2 Jahren ca. gelte ich als freiberuflicher Fotograf, der keine Einkünfte hat und dauerhaft Krank geschrieben ist. Ich darf mich 4 mal im Jahr Minimum überprüfen lassen, ob ich auch wirklich kein weiteres Einkommen habe.

 

Damals fing es an, dass man mir von heute auf Morgen die Leistungen nicht mehr Auszahlte. Plötzlich hieß es, ich sei Selbständig und sollte alles angeben an Daten und offen legen. Eine Darmspiegelung wäre dagegen noch harmlos gewesen. Immer kurz bevor ich aus der Krankenkasse abgemeldet worden wäre, zahlte man mir die Leistungen aus. Das ging ein viertel Jahr so.

 

Was ich am Telefon mit den Leuten vom Jobcenter gestritten hab war nicht mehr Lustig. Man wollte mich um jeden Preis aus den Leistungen kicken. Selbst als ich dann das Vdk einschaltete, war die Haltung die Gleiche. Dann drohten wir mit einer Klage vor dem Sozialgericht in Konstanz.

Plötzlich kam ein Deal, wenn man es so nennen mag. Ich muss die Daten ausfüllen, nach einem halben Jahr eine weitere Prüfung und damit hätte es sich erledigt. Dafür werden alle Leistungen wieder pünktlich aufgenommen.

Nun gut, besser als der Weg über Gericht war es. Denn sonst wäre ich wohl ein Jahr ohne Leistungen und Krankenkasse dar gestanden. Nachdem alle Prüfungen vorüber waren, musste ich wie jedes halbe Jahr meine Hartz 4 Leistungen verlängern. Nun, so wurde auch die Prüfung verlängert. Es hieß schon 2 mal, dass wäre die letzte Prüfung. Nun habe ich diesen Monat wieder eine, nächstes Jahr im März wieder eine doppelte Prüfung.

Ich schicke die gleichen Daten immer wieder zur Nachprüfung und zur Verlängerung der Leistungen ein. Absolute Willkür der Behörde,. Und natürlich wird mir wieder gesagt, im März ist die letzte Prüfung.

 

Ich hatte große Träume, irgendwann wollte ich von der Fotografie zumindest auf Hartz 4 Niveau meinen eigenen Unterhalt verdienen, trotz der Depression. Aber mir wird nicht mal die Chance gelassen, mir einen Namen zu machen, weil ich vorher so mit Willkür bombardiert werde, dass fast meine ganze Kraft für den Kampf mit dem Amt drauf geht.

So wurde die Fotografie zu einem Alptraum. Vor ein paar Wochen landete alles im Papierkorb. Löschte die Fanpage und wollte eigentlich schon alle Kameras im Feuer verbrennen. Meine Partnerin hielt mich davon ab. Sie weiß wie sehr ich mit meinem Herzblut daran hänge. Genau so sehr wie an der Literatur als Schriftsteller. Und auch dieses Thema wäre wegen eines Traumas fast für immer verschlossen geblieben. Doch das ist eine Geschichte für einen anderen Artikel. 

Trotz aller Hindernisse, suche ich momentan einen neuen Weg in der Fotografie. So wie ich es in meinem Buch schon getan habe. Dort steckt so viel persönliches von mir selbst, dass ich mich auch in der Fotografie wieder darauf besinnen möchte.

Das war es fürs erste. Bald folgt der nächste Artikel.

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